Der erste Männergesangverein in Büderich wurde 1859 vom damaligen Hauptschullehrer der Gemeinde Werner Ross und 22 sangesfreudigen Männern gegründet. Gemäß dem Ausspruch von Martin Luther: “Ein Schulleiter muss singen können”, hatte Werner Ross bereits seit 1847 von Zeit zu Zeit Singstunden abgehalten. Die Gründungsmitglieder sangen bereits in der Kirche, waren aber nicht als Kirchenchor organisiert. Mit der Gründung des Vereins, dessen Gründungsversammlung in der Wohnung des Lehrers in der alten Schule an der Dorfstraße stattfand, wurde beschlossen allwöchentlich zu proben und an Sonn- und Feiertagen den Gottesdienst durch Gesang zu verschönern. Als Vereinsnamen wurde MGV. Sängerbund 1859 und als Leitsatz: „Im Leben froh, im Tone rein, soll unser Tun und Streben sein“ festgelegt. Vorsitzender und Dirigent wurde Werner Ross. Die Proben wurden in der alten Schule abgehalten.

 

1880 spaltete sich der heute noch bestehende Kirchenchor „Cäcilia“ ab, weil ein Teil der Sänger sich nur dem Kirchengesang verpflichtet fühlten. Man trennte sich, Werner Ross blieb aber weiterhin Vorsitzender und Dirigent des weltlichen Männerchors. Die wöchentlichen Proben wurden mittlerweile in der Gastwirtschaft Vossen, in der Meer abgehalten.

1884 wurde, aus Anlass des 25-jährigen Bestehens, eine Vereinsfahne geweiht. Die Inschrift lautete: „Durch das Schöne, stets das Gute“, das Leitmotiv, das bis heute beibehalten wurde.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand legte Werner Ross 1895 den Vorsitz und sein Amt als Dirigent nieder. Er verstarb um die Jahrhundertwende. Als Nachfolger im Dirigat wählte man den Nachfolger im Amt, Hauptlehrer Martin Imdahl. Den Vorsitz übernahm Paul Wienen, Niederdonk. 1898 übernahm Michael Schmitz, Organist an der Johanniskirche Krefeld Königshof, das Amt des Dirigenten.

Außer der Verbreitung und Pflege des deutschen Liedgutes hatte der Verein auch in besonderem Maße das Laienspiel betrieben. Weit über die Heimatgemeinde hinaus waren die Theateraufführungen bekannt und geschätzt. Bei den Aufführungen wurden auch die weiblichen Rollen von Sängern übernommen. Aus den Erlösen dieser Veranstaltungen stiftete der Verein 1902 der neuerbauten Pfarrkirche St. Mauritius, die alte Pfarrkirche war 1891 abgebrannt, das mittlere Chorfenster. 1907 wurde der Kapelle “Maria in der Not” in Niederdonk eine zweite Glocke zum Geschenk gemacht.

1909 feierte der Verein sein 50 jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 32 Mitglieder. Freiherr Friedrich von der Leyen wurde Protektor. Er blieb immer ein Freund und Förderer unseres Chores.

Im gleichen Jahr wurde in der Gastwirtschaft „Zum Deutschen Eck“ der Männergesangverein MGV. Liederkranz gegründet.

Am 1. August 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Die meisten Sangesbrüder mussten dem “Ruf der Fahne” Folge leisten. Die Sangesbrüder Hubert Boosen Mathias Hermes Heinrich Hagemus Heinrich Wienen Benedikt Wienen Mauritius Wienen kehrten nicht mehr zurück.

Die Sangestätigkeit wurde im Frühjahr 1919 wieder aufgenommen und bereits 1920 war die stattliche Zahl von 40 Sängern erreicht. In der Folgezeit konnte der Chor bei diversen Sängerwettbewerben 1. und 2. Preise erringen. Durch diese Erfolge wurden neue Sänger angezogen, so dass der Chor im Frühjahr 1925 bereits 90 aktive Sänger hatte. Uneinigkeiten führten allerdings im gleichen Jahr dazu, dass ein großer Teil der Sänger den MGV. Sängerbund 1859 verließ, um sich im MGV. Quartettverein 1925 neu zu organisieren. Unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Karl Schroers entwickelte der neugegründete Chor innerhalb kurzer Zeit ein beachtliches Können. Seine Konzerte und Veranstaltungen fanden guten Zuspruch in der Bevölkerung. In Büderich wetteiferten nunmehr drei Männerchöre um die Gunst des Publikums. Die Mitgliederzahl des MGV. Sängerbund 1859 war auf 32 Sänger geschrumpft. Für einige Sänger bedeutete die Spaltung gleichzeitig das Ende ihrer „Karriere“, denn sie fanden sich weder in dem einen noch in dem anderen Gesangverein wieder ein.

1929 konnte der Verein das 70-jährige Bestehen unter Mitwirkung vieler Vereine aus Büderich und Umgebung feiern. Im gleichen Jahr wurde das Vereinslokal gewechselt, der Chor probte nunmehr regelmäßig in der Gaststätte Fritz Spicker. Seither ist die Gaststätte Spicker in ununterbrochener Folge, über alle Inhaber-, Pächter- und Namenswechsel hinweg, nunmehr also seit über 80 Jahren, das Vereinslokal des MGV. Sängerbund 1859 bzw. des Quartettverein Sängerbund 1859 Büderich.

Im Jahre 1937 schlossen sich der MGV. Quartettverein 1925 und der MGV. Liederkranz zu einem Verein zusammen unter dem Namen MGV. Quartett-Verein-Liederkranz.

Am 22. und 23. Juli 1939 konnte der Chor sein 80-jähriges Bestehen unter der Mitwirkung von 24 Brudervereinen in drei Sälen in Büderich feiern. Diese freudigen Ereignisse sollten für lange Zeit die letzten sein; ein großer schrecklicher Krieg nahm in diesem Jahr seinen Anfang. Viele Sänger mussten dem Mobilisierungsbefehl unverzüglich Folge leisten. Die Sangestätigkeit im Verein musste bald danach eingestellt werden, denn nur noch wenigen war es vergönnt, in der Heimat zu bleiben. Es dauerte sechs lange, schreckliche Jahre bis die Kriegshandlungen ein Ende nahmen. Ein Ende mit Schrecken, großer Not und vielen Tragödien in den tausenden Familien, die Tote und Vermisste, Verwundete und in Gefangenschaft gehaltene Angehörige zu beklagen hatten. Mit den Angehörigen trauerten die Vereinsmitglieder um die Kameraden, die gefallen oder vermisst waren:

Theo Bender Wilhelm Bierewitz Wilhelm Günther Peter Hoellmann Wilhelm Hilgers Josef Klein Helmut Krips Richard Münsch Wilhelm Nilgen Heinrich Pöll Hubert Pöll Adolf Schmitz Hubert Wienen.

Der materielle Verlust, den der Verein zu tragen hatte, ist in diesem Zusammenhang zwar unerheblich, aber dennoch sehr schmerzlich. In den letzten Kriegstagen gingen unser Notenbestand, unsere Vereinschronik und unsere Vereinsfahne verloren. Nach Augenzeugenberichten wurde unsere Fahne, offenbar als Siegestrophäe gedacht, auf einem amerikanischen Fahrzeug gehisst.

Nach den schrecklichen Erlebnissen der Kriegszeiten bestand bei den verbliebenen und wieder heimgekehrten Sängern das Bedürfnis, in der Gemeinschaft und im Gesang Trost und Vergessen zu finden. Vor dem Erlebten schienen die zurückliegenden Querelen zwischen den Vereinen nichtig und unbedeutend, so dass beschlossen wurde, unter dem Namen Chorvereinigung Büderich gemeinsam die Probentätigkeit aufzunehmen. Die Führung übernahm Hermann Breuer, der bisherige 1. Vorsitzende des MGV. Sängerbund 1859, sein Stellvertreter wurde Albrecht Fonteyne, der bisherige 1. Vorsitzende des MGV. Quartettverein Liederkranz. Die künstlerische Leitung wurde in die Hände von Musikdirektor Josef Bähr gelegt. Der endgültige Zusammenschluss der Vereine erfolgte dann 1946 unter dem Namen Quartettverein Sängerbund 1859 Büderich.

1949 wurde unter der Beteiligung von 16 Brudervereinen das 90-jährige Jubiläum gefeiert.

1951 wurde mit großem Eifer für das Frühjahrskonzert geprobt, welches im Robert-Schumann- Saal in Düsseldorf aufgeführt werden sollte. Kurz vor dem Konzert erreichte den Chor die Nachricht, dass der Chorleiter Josef Bähr, wenige Stunden nach der letzten Probe in Büderich, einem Herzschlag erlegen war. Alle Vorbereitungen für das abzuhaltende Konzert waren getroffen. Wo sollte so schnell ein geeigneter Chorleiter gefunden werden? Buchstäblich in letzter Stunde stellte sich dankenswerterweise Herr Michel Rühl, der Leiter des Opernchores Düsseldorf zur Verfügung. Was unbegreiflich klingen mag, wurde Wirklichkeit: die Disziplin der Sänger, das Können von Michel Rühl und seine Kenntnis, wie Josef Bähr seine Chöre instruierte, brachten einen vollen Erfolg. Der Beifall, den dieses Konzert bei Publikum und Presse fand, ist das Verdienst unseres unvergessenen Chorleiters Josef Bähr.

Ein unvergessliches Erlebnis war der Besuch des internationalen Sängerwettstreites 1953 in Echternach. Es war gelungen, Verbindung mit dem „Grand Duc Adolphe“-Verband aufzunehmen, der den Chor zu dem alljährlich im Großherzogtum Luxemburg statt­findenden internationalen Musik- und Sängerwettstreit einlud. Zum ersten Mal seit Bestehen des Vereins wurde ein Wettstreit im Ausland besucht. Unter 60 teilnehmenden Vereinen aus Luxemburg, Belgien, Holland, Frank­reich und Italien war der Quartettverein Sängerbund 1859 Büderich der einzige Chor aus dem Bundesgebiet. Besonders schwer fiel den Sängern die sogenannte „Lecture ä vue“, d. h. das vortragsreife Einstudieren eines fremden Liedsatzes mit allen vier Stimmen in nur 10 Minuten. Die schwere Aufgabe wurde bravourös gemeistert, die Mühen mit dem 2. Preis belohnt. Beim Ehren- bzw. Klassensingen konnte der Chor dann sogar den 1. Preis mit Auszeichnung erringen. Mit einem großen Festzug durch die Stadt Echternach ging es danach zur eindrucksvollen Abschlussfeier in den Abteihof. Dort waren über 3000 Sänger und Musiker auf­marschiert, um an der Preisverleihung durch den Landesherrn teilzunehmen. Der Empfang der zurückkehrenden Sänger in Büderich wird allen Teilnehmern unvergesslich bleiben. Am Deutschen Eck hatte sich eine große Menschenmenge eingefunden. Durch ein Spalier dicht gedrängter Menschen wurden die Sänger mit Fackeln und Musik zum Vereinslokal geleitet.

Im Herbst des Jahres 1954 wurde das 95. Stiftungsfest gefeiert. Anlässlich dieser Begebenheit fand sich Dr. Franz Schütz bereit, Protektor des Vereins zu werden. Alle Sänger wussten dieses höchste Ehrenamt, welches der Chor zu vergeben hat, bei ihm, als einem verdienten Bürger unserer Heimat­gemeinde, in den besten Händen.

Zum großen Chorkonzert am 15.4.1956 konnte der bekannte Sänger Kenneth Spencer aus den USA verpflichtet werden. Mit seinen Liedvorträgen begeisterte er das Publikum. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr, und auch in der bisherigen Vereinsgeschichte, war das erstmals durchgeführte Vogelschießen beim Vereinsausflug in Kröv. 1. Vereinskönig wurde Hubert Bender.

Beim großen Sängerwettstreit 1957 in Mayen mit über 3000 Sängern, konnte der Chor den 1. Preis im Klassensingen und den 2. Preis im Ehrensingen erringen.

1959 wurde das 100-jährige Bestehen mit 3 Jubiläumskonzerten, Sonderkonzerten, u.a. im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf, Matinee-Veranstaltungen, Einweihung des von Joseph Beuys gestalteten Kriegerdenkmals

am alten Zelter PlaketteKirchturm und dem Mahnmal auf dem Büdericher Friedhof gebührend, aber auch würdig gefeiert. Zahlreiche Chöre aus Düsseldorf, Rheinhausen, aus dem Bergischen Land, aus Neuss und der näheren Umgebung mit über 1000 Sängern nahmen an den Konzerten teil. Besonders zu erwähnen ist noch, dass im Festakt am 5. September von Hans Laufenberg, dem Vorstand des Deutschen Sängerbundes, bekannt gegeben wurde, dass dem Verein vom Bundespräsidenten Theodor Heuss die „Zelter Plakette“ verliehen worden sei.

Das Jahr 1969 brachte dem Verein ein kleines Jubiläum. Man feierte das 110-jährige Bestehen des Chores mit drei Veranstal­tungen. Höhepunkt war ein Festkonzert in der Hauptschule an der Römerstraße. Unter Mitwirkung des Opernsängers, Cesare Curzi, von der Deutschen Oper am Rhein, war dieses Konzert ein voller Erfolg.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte beteiligte sich unser Chor am 14. Mai 1976 mit noch anderen Chören unseres Chorleiters Hans Schroers an der Aufnahme einer Schallplatte, einer Voraussetzung zur Teilnahme am Bezirksleistungssingen zum Meisterchor. Höhepunkt der Vereinsgeschichte dürfte das Jahr 1977 gewesen sein. Im März desselben Jahres nahm der Chor an einem 2-tägigen Ringkonzert in Mönchen­gladbach und Viersen teil. Dieses war gleichzeitig die Generalprobe für das am 15. Mai 1977 in Lüdenscheid anstehende Bundesleistungssingen, bei dem der Chor den Titel Meisterchor des Sängerbundes NW entgegennehmen konnte.

Auf Anregung des Chorleiters setzten Bemühungen ein, einen Frauenchor in Büderich zu gründen, der sich am 29.3.1979 unter dem Namen Meerbuscher Frauenchor 1979 konstituierte. Mitglieder unseres Vereins betätigten sich dabei als „Geburtshelfer“. Die musikalische Leitung des Chors übernahm unser Chorleiter Hans Schroers.

Bei der Konzertmitwirkung des Sängerkreises Düssel­dorf in der Tonhalle in Düsseldorf am 8. Mai 1982 wurden unsere Leistungen von Fachkritikern als sehr gut beurteilt. Diese Bestätigung brauchten wir auch, um am 6. Juni in Oberhausen unseren Meistertitel neu zu ersingen, erneut mit den Noten zweimal sehr gut und zweimal gut plus. Den Titel Meisterchor durften wir für weitere 5 Jahre tragen.

Das 125 jährige Bestehen wurde 1984 mit Konzerten, Empfängen, Darbietungen beim Büdericher Dorfstraßenfest und einem Festball ausgiebig gefeiert.

Im 1986 erschienen Bildband „Meisterchöre in Nordrhein-Westfalen wurde der Chor mit seiner Vereinsgeschichte vorgestellt.

1988 konnte der Chor zum dritten Mal den Titel Meisterchor erringen.

1989 gestaltete der Chor, auf Wunsch von Martin Bödefeld, der Schützenkönig der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Büderich geworden war, die Frühmesse in St. Mauritius. Einen Sangesbruder als leibhaftigen Schützenkönig zu haben, inspirierte die Sängerschar, aktiv am Festzug der Schützen teilzunehmen. Bei strahlendem Sonnenschein marschierten die Sänger in der Garderobe der Gründerzeit des Vereins – schwarzer Gehrock Hemd mit Stehkragen und Bibi – im Schweiße ihres Angesichtes durch Büderich.

Das Herbstkonzert anlässlich des 130-jährigen Bestehens wurde am 29.10.1989 im Mataré-Gymnasium aufgeführt. Stargast des Abends war Kammersänger Günter Wewel. Die Karten zu diesem Konzert waren schon Wochen vorher ausverkauft.

1990 trat der Chor bei der Amtseinführung von Pastor Pütz auf. Zum Herbstkonzert konnte der weltbekannten Sänger Fred Bertelmann – bekannt als lachender Vagabund – verpflichtet werden. Das Publikum war begeistert und entließ ihn erst nach mehreren Zugaben von der Bühne.

Das Herbstkonzert am 20.10.1991 wurde in der Pfarrkirche St. Mauritius mit den weltbekannten Regensburger Domspatzen bestritten. Über 600 Zuhörer hatten sich in der Kirche eingefunden. Viele, die noch an der Abendkasse Einlass suchten, konnten leider nicht eingelassen werden.

Das Frühjahrskonzert 1992 wurde unter Mitwirkung des noch sehr jungen Tenors Volker Bengel bestritten, der durch seine Fernsehauftritte dem Publikum aber bereits bekannt war. Zusätzlich zu den alljährlich stattfindenden Ausflügen war für dieses Jahr eine 11-tägige Konzertreise nach USA und Kanada geplant. Toronto, die Niagarafälle, Washington D.C., Philadelphia und New York City sowie eine Vielzahl kleinerer Orte waren die Stationen. Konzerte wurden erfolgreich in North York, der „Washington National Kathedreal“ und im „Plattdeutschen Club“ auf Long Island abgehalten. Spontane Gesangsvorträge z.B. in der Baptistengemeinde in Philadelphia anlässlich eines Gospelgottesdienstes und die Begrüßung bei der Teilnahme an der Steuben Parade rundeten das Programm ab.

Zum Frühjahrskonzert am 25.4.1993 wurde Kammersänger Karl Ridderbusch als Stargast verpflichtet. Am 2.5.1993 wurde der ökumenische Gottesdienst der Freiwilligen Feuerwehr Büderich mitgestaltet. Aus den Reihen der Sänger hatte sich eine „Rentnerband“, bestehend aus Theo Henke, Hans-Jakob Neuhaus und Edgar Weber gegründet, die beim Vogelschießen am 4.9.1993 debütierte.

1994 wurden, anlässlich des 135-jährigen Bestehens, die Schaumburger Märchensänger, ein bekannter Kinderchor, eingeladen, der sich sehr schnell in die Herzen der Zuhörer sang.

Am 23.3.1995 war der Chor zum Konzert des russischen Dubna-Knabenchor, in der Christus-Kirche, zu einem Liedvortrag eingeladen. Der Knabenchor war jedoch bei seiner Anreise in einem Verkehrsstau steckengeblieben und konnte nicht rechtzeitig erscheinen. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter sprang unser Chor kurz entschlossen ein und beschaffte in aller Eile die zusätzlich benötigten Noten. Danach konnte ein alternatives improvisiertes Konzert mit Verspätung beginnen. Die Zuhörer bedachten die Vorträge und unsere Spontaneität mit großem Applaus.

Zum Frühjahrskonzert 1997 wurden die Mainzer Hofsänger verpflichtet. Ein weiterer Glanzpunkt dieses Jahres war die Vereinsfahrt, diesmal in die „Ewige Stadt“, nach Rom. Das Besuchsprogramm umfasste einige der sakralen und weltlichen Sehenswürdigkeiten. Das etwa 30 minütige Konzert im Pantheon fand viel Beifall. Das Lied „Sancta Maria“ vorgetragen in der größten Marienkapelle der Welt, Santa Maria Maggiore, soll, nach Aussage unserer beeindruckten Reiseleiterin, noch nie so gut geklungen, noch nie so gut vorgetragen worden sein. Die Möglichkeit, einer Papstaudienz beizuwohnen, wurde von vielen Reiseteilnehmern genutzt.

1999 scheidet der Chorleiter Hans Schoers nach 25 jähriger Tätigkeit aus. Aufgrund seiner großen Verdienste wurde er mit dem erstmals vergebenen Titel eines Ehrenchorleiters geehrt. Als neuen Chorleiter konnte der Verein Winfried S. Küttner verpflichten.

Das renovierte Büdericher Rathaus wurde am 8.9.2002 im Rahmen eines Stadtfestes neu eingeweiht, bei dem unser Chor erfolgreich auftreten konnte.

Am 18.5.2003 fand unter dem Motto „Meerbuscher Chöre singen beschwingte Melodien aus Musicals“ unter Führung unseres Chores nach vielen Jahren wieder ein Konzert unter der Beteiligung mehrerer Chöre aus Meerbusch statt. Teilnehmer waren neben uns, der Meerbuscher Frauenchor 1979 der MGV Osterath und der Böhler Chor. Ein gelungenes Konzert, das auf große Resonanz in der Bevölkerung gestoßen war. Auch die von uns vorgetragenen, z.T. bisher ungewohnten Liedbeiträge wie „Old man river“, „New York, New York“, „Ascot Gavotte“, gefielen sehr.

Am 3.9.2005 schickten sich die Sänger an, den 50. König in ihrer Vereinsgeschichte zu küren. Der Königsschuss gelang dem Sangesbruder Hajo Heidlindemann.

Am 17.6.2007 fand unter dem Motto „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ in der Christuskirche das Sommerkonzert statt. Mitwirkende waren Birgit Meyer und der Männerchor Doppelquartett Erftklänge. Ein buntes Programm mit deutschen und internationalen Volksweisen, Operetten-, Musical- und Filmmelodien begeisterte das Publikum. Die Presse titelte „Chorgesang auf hohem Niveau“ (WZ 22.6.2007) und „Sängerbund weckt Urlaubsfreude“ (RP 20.6.2007). Michael Pütz für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

Der frühere Bürgermeister von Meerbusch, Dr. Lothar Beseler, erhielt am 9.11.2008 in der Teloymühle von der K.G. Büdericher Heinzelmännchen 1948 e.V. die Dr. Franz-Schütz-Plakette verliehen. Unser Chor durfte auf Einladung des Vereins den Festakt mit Liedbeiträgen bereichern.

Eugen Wissen wurde für 60 Jahre aktives Singen geehrt und die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.

Das Vorweihnachtliche Konzert fand am 14.12.2008 unter Mitwirkung von Roswita Becker (Mezzosopran), Lars und Peter Koch (Trompete) und „unserem“ Pianisten Aleksandar Filic wieder in der Pfarrkirche St. Mauritius statt. Die Beiträge aller Mitwirkenden fanden bei den Zuhörern breite Zustimmung und wurden am Ende mit lang anhaltendem Applaus und Standig Ovations belohnt. Neben den klassischen Weihnachtsliedern wurden auch wieder die englischsprachigen Lieder und insbesondere auch unsere Erstaufführung von „Jacob´s Ladder“ sehr gut aufgenommen. Auch die Presse-Kritik fiel erfreulich aus. „Quartettverein: frisch und lebendig“ so titelte die Rheinische Post am 16.12.2008. Und weiter: „Mit Frische, Strahlkraft und wunderbar lebendiger Klangrede gaben die Quartettverein-Mitglieder Einblick in ihr breit gefächertes Repertoire und ihre individuellen Intonationsmöglichkeiten“. Ein wahrhaft gelungener und zufrieden stellender Jahresabschluss.

Eine erfreuliche Bestätigung der intensiven Chorarbeit im abgelaufenen Jahr, aber auch Verpflichtung und, wie wir hoffen, gutes Omen, für das nun beginnende Jubiläumsjahr.